Was tun bei Mobbing? (09/20)

Was tun bei Mobbing?

7. September 2020

Wir leben in Systemen. Was heißt das? Und warum gleich in mehreren? Ein System ist ein natürliches oder künstliches abzugrenzendes Ganzes, das aus Einzelteilen besteht. Als Kollegin im Kollegium, als Vater in der Familie. Ein großes System setzt sich wiederum aus mehreren kleineren Systemen zusammen, was wir immer dann bemerken, wenn wir verschiedene Rollen innerhalb dieses Systems (der Firma oder Familie) auszufüllen haben. Ich nenne das gerne „Mikrosysteme“:

Nehmen wir als Beispiel die Familie: Sie befinden sich im Zweier-System, wenn Sie Ihre Ehe leben. Sie haben vielleicht drei Kinder, so dass Sie sich als Mutter oder Vater in einem Vierer-System befinden. Ist das andere Elternteil auch präsent, spricht man von der Kernfamilie, die in Ihrem Fall fünfköpfig wäre. Sie sind ein Einzelkind und bilden mit Ihren Eltern als Sohn oder Tochter ein Dreier-System, und so fort …

Da ist es kein Wunder, dass zwischenmenschliche Spannungen auftreten können, die sich in Kommunikationsproblemen äußern. Und diese belasten unseren Allatg oft viel mehr, als wir uns selbst eingestehen wollen.

Wir fühlen uns im Job gemobbt oder führen mit Einigen eigentlich immer die selben Streiterein. Es ist, als kämen wir aus einem vorgezeichneten Kreis nicht heraus…

Ausgehend von der Annahme, dass hinter jeder Handlung eine positive Intention steckt, schauen wir uns dieses System aus verschiedenen Blickwinkeln genauer an: Nachdem Sie Ihren „Problem-Menschen“ genau beobachtet haben, steigen Sie „in dessen Stiefel“, fühlen sich zunächst in ihn ein, bevor Sie dann aus dieser Perspektive sich selbst betrachten.
Bei mehreren Personen werden diese nacheinander angeschaut.

Danach wird „von außen“ wie von einem Regieplatz ausgewertet.
(gen. Meta, mehr dazu in meinen Blogs „Lebensweisheiten, Sinnsprüche“ 06/19 und „Verbale Kommunikation“ 07/19)
Von dort lässt sich erkennen, wie die Anderen die Situation erleben, und Sie erkennen plötzlich sehr klar, wie Sie sich selbst in dieser Situation behandeln – meistens schlecht!

Ausgehend von der Annahme, dass wir nur unser eigenes Verhalten ändern können und nicht das der Anderen, entwickeln wir gemeinsam Verhaltensalternativen.

Werden diese angewandt, verändert sich das System, denn jedes Einzelteil hat Auswirkung auf das Ganze.

Dieses Format hat sich bei Kommunikationsstörungen und jeder Art von Beziehungsstress sehr gut bewährt, und kann, falls gewünscht und notwendig als Extra on topp angeboten werden. Es wird dann  in Ihren Coachingablauf  integriert, den ich in meinem Blog 09/20 beschreibe.