Was tun bei Mobbing? (09/20)

Was tun bei Mobbing?

7. September 2020

Wir leben in Systemen. Was heißt das? Und warum gleich in mehreren? Ein System ist ein natürliches oder künstliches abzugrenzendes Ganzes, das aus Einzelteilen besteht. Als Kollegin im Kollegium, als Vater in der Familie. Ein großes System setzt sich wiederum aus mehreren kleineren Systemen zusammen, was wir immer dann bemerken, wenn wir verschiedene Rollen innerhalb dieses Systems (der Firma oder Familie) auszufüllen haben. Ich nenne das gerne „Mikrosysteme“:

Nehmen wir als Beispiel die Familie: Sie befinden sich im Zweier-System, wenn Sie Ihre Ehe leben. Sie haben vielleicht drei Kinder, so dass Sie sich als Mutter oder Vater in einem Vierer-System befinden. Ist das andere Elternteil auch präsent, spricht man von der Kernfamilie, die in Ihrem Fall fünfköpfig wäre. Sie sind ein Einzelkind und bilden mit Ihren Eltern als Sohn oder Tochter ein Dreier-System, und so fort …

Da ist es kein Wunder, dass zwischenmenschliche Spannungen auftreten können, die sich in Kommunikationsproblemen äußern. Und diese belasten unseren Allatg oft viel mehr, als wir uns selbst eingestehen wollen.

Wir fühlen uns im Job gemobbt oder führen mit Einigen eigentlich immer die selben Streiterein. Es ist, als kämen wir aus einem vorgezeichneten Kreis nicht heraus…

Ausgehend von der Annahme, dass hinter jeder Handlung eine positive Intention steckt, schauen wir uns dieses System aus verschiedenen Blickwinkeln genauer an: Nachdem Sie Ihren „Problem-Menschen“ genau beobachtet haben, steigen Sie „in dessen Stiefel“, fühlen sich zunächst in ihn ein, bevor Sie dann aus dieser Perspektive sich selbst betrachten.
Bei mehreren Personen werden diese nacheinander angeschaut.

Danach wird „von außen“ wie von einem Regieplatz ausgewertet.
(gen. Meta, mehr dazu in meinen Blogs „Lebensweisheiten, Sinnsprüche“ 06/19 und „Verbale Kommunikation“ 07/19)
Von dort lässt sich erkennen, wie die Anderen die Situation erleben, und Sie erkennen plötzlich sehr klar, wie Sie sich selbst in dieser Situation behandeln – meistens schlecht!

Ausgehend von der Annahme, dass wir nur unser eigenes Verhalten ändern können und nicht das der Anderen, entwickeln wir gemeinsam Verhaltensalternativen.

Werden diese angewandt, verändert sich das System, denn jedes Einzelteil hat Auswirkung auf das Ganze.

Dieses Format hat sich bei Kommunikationsstörungen und jeder Art von Beziehungsstress sehr gut bewährt, und kann, falls gewünscht und notwendig als Extra on topp angeboten werden. Es wird dann  in Ihren Coachingablauf  integriert, den ich in meinem Blog 09/20 beschreibe.

Ablauf eines Coachings 08/20

Ablauf eines Coachings

18. August 2020

In der Anamnese (Erstgespräch) wird das erwünschte Lebensziel definiert.
Durch gezielte Fragetechnik unterstütze ich dabei, dessen Wirkung heraus zu finden.

Danach folgt die Ursachenforschung nach dem, was bislang das erwünschte Ziel verhindert hat. In einem ersten Coaching verankern wir das Unerwünschte als Körpergefühl, und suchen dessen Auslöser im Unbewussten auf der Timeline in der Vergangenheit. An diesem Punkt wird die Ressourcenversorgung neu erlebt und bis in das vorher definierte erwünschte Lebensziel und dessen Auswirkung als Anker in die „erwünschte Zukunft“ mitgenommen.

In einem nächsten Coaching-Termin beziehen wir das Kognitive mit ein, indem die Gemeinsamkeiten vom erwünschten Ziel und der Störung durch Fragetechniken gefunden werden und zukünftig einen weiteren Ressource-Anker bilden. Die bisherige vermeintliche Sorge oder Angst verliert so ihren Negativhabitus.

Und nun geht es an die sogenannten „Glaubenssätze“.
Gedanken, die tief in unserem Geist verankert und deshalb für uns wahr sind. Sie werden wieder und wieder gedacht ohne uns bewusst zu sein, da sie uns unterbewusst durch Erziehung und Erfahrungen eingeprägt worden sind.
Sehr toxisch wirken vermeintlich positive Glaubenssätze, die uns in Wahrheit eingrenzen. Sie sind oft Ausdruck großen Ehrgeizes:

„Das, was ich mache, möchte ich richtig machen.“

„Ich möchte den Anderen gefallen.“

oder auch

„Bin ich gut genug?“

Um solche individuell recherchierten Glaubenssätze stellen wir acht Mentor*innen auf. Diese senden nacheinander ihre Messages, die vom „Ich in der Gegenwart“ empfangen werden und dabei helfen, umzudenken.

Dieses Format wirkt deshalb so stark, weil es Verbündete und Supporter generiert, letztlich aber doch aus der eigenen Stärke des Coachees erwächst. Das Effekt wirkt nachhaltig. Die Realität enttarnt den Druck dieser Art von Glaubenssätzen.

Genauso wie es möglich ist Glaubenssätze, die wir in uns tragen zu verändern, so ist es auch möglich, Glaubenssätze neu zu installieren. Ein individueller Wunsch-Glaubenssatz ist oft Voraussetzung, das definierte Ziel zu erreichen. Er wird körperlich und inhaltlich erfahrbar gemacht und auf fünf Stationen mit Hilfe von Schlüsselerlebnissen installiert: Der Wunsch zu glauben, die Hoffnung, der (gute) Zweifel, das Loslassen (persönliches Museum) und das Vertrauen.
Beim 2. Durchgang probieren wir dann den Wunsch-Glaubenssatz auf allen Stationen, auch auf der sechsten, die das momentane Zögern darstellt. Dieses wird durch den „guten“ Zweifel verändert und ins persönliche Museum verbracht. Geankert wird der neue Glaubenssatz auf der Station des Vertrauens. Dies bildet den dritten wichtigen Anker im Coaching-Prozess.

Danach folgt die kognitive Überprüfung des neuen Wunsch-Glaubenssatzes.
Durch Fragetechnik werden Kausalzusammenhänge klar gemacht:
Was sind dessen Auswirkungen, Konkurrenzen, Schlüsselbedingungen, Alternativen oder Zwänge ?

Abschließend vor der umfassenden Schlussevaluation des Gesamtprozesses erfolgt als vierter wichtiger Anker noch eine Rollenstärkung.
Die erwünschte Rolle (Traumberuf) machen wir konkret erfahrbar:
beginnend mit dem sachlichen Umfeld des Tuns und der Fähigkeiten über die Werte, die Identität, bis hin zur Spiritualität. Diese tragen wir dann bis zurück ins sachliche Umfeld. Die Rolle (Berufung) wird dadurch viel griffiger, klarer, realistischer, tatsächlich erlebbar. Das Kopfkino wird zum konkreten Zukunftsszenario.

Es werden im Durchschnitt 8-12* Stunden Coaching innerhalb von bis zu sechs Sitzungen benötigt, um das Programm zu durchlaufen.
3-5* Anker lebenslang nutzbar sind an dessen Ende das greifbare Ergebnis. (*Diese Zahlen können bei Bedarf abweichend sein.)

Jeder Coachee schöpft aus seiner eigenen Kraft. Diese wird durch sanfte Hilfestellung meinerseits ins Rollen gebracht.

Ergebnisse eines Einzelcoachings 07/20

Die Ergebnisse eines Einzelcoachings

29. Juli 2020

Ich erkenne mein persönliches Ziel und dessen positive Wirkung, unabhängig davon, ob es sich um einen nächsten Karriereschritt, dem Wunsch nach einem tieferen Lebenssinn oder meinem eigenem, mir vielleicht noch unbekannten Traum handelt.

Die Ursache meiner Störung, weshalb ich ein Einzelcoaching in Anspruch genommen habe, ist behoben. Dies geschieht sowohl unter Einbeziehung meines Unbewussten, als auch kognitiv.

Ich habe neue Glaubenssätze entwickelt und alte, die mich begrenzt haben, wurden aufgelöst. Dadurch kann ich zukünftig erreichen, was ich erreichen möchte.

Ich habe 3-5 persönliche, höchst individuelle Anker erhalten, die mich stärken, und die ich lebenslang nutzen kann.

Im Bedarfsfall habe ich Techniken kennengelernt, mit denen ich sowohl chronische Krankheiten eindämmen, als auch unliebsame Angewohnheiten ablegen kann.

Jede*r von uns hat viele Rollen zu spielen. Manche fallen uns leicht, in anderen haben wir uns täglich zu behaupten. Hier kann eine konkrete maßgeschneiderte Rollenstärkung Wunder wirken.

Ebenso bei Kommunikationsstörungen: Wir alle leben unser Leben in verschiedensten Systemen, sowohl beruflich, als auch privat. Wo Menschen miteinander umgehen, können Konflikte entstehen. Wer Tools beherrscht, die die eigene Position stärken, ohne das Gegenüber zu verletzen, kann viel gelassener sein.

Im Erstgespräch finden wir Ihr Ziel heraus, und aus dem Abschlussgespräch verabschiede ich Sie mit nachhaltigen Kenntnissen und individuellem Material in Form von schriftlichen Unterlagen in Ihr weiteres Leben.
Ohne Wartezeiten, persönlich, inhaltsorientiert, im geschützten Raum, supportend.

Gezielte Maßnahmen, große Wirkung.

Mut zur rosaroten Brille 06/20

Mut zur rosaroten Brille

12. Juni 2020

Diejenigen, die momentan trotz dreimonatiger Corona-Krise gut aufgestellt sind, das sind die Optimist*innen. Was zeichnet die aus?
Sie sehen das Positive, obwohl dazu kein Grund vorhanden scheint.
Wie machen die das? Sie beherrschen Reframing.
„Frame“ ist in der englischen Sprache der Rahmen, auch der Bilderrahmen, „Reframing“ bedeutet umrahmen im Sinne von den Rahmen wechseln, austauschen.
Ein mir vertrautes Bild in einem bisher dunklen Rahmen erscheint mir ganz neu in einem jetzt hellen Rahmen. Wenn ich das Selbe mit Beobachtungen, Erlebnissen, Begegnungen, Erkenntnissen tue, dann deute ich diese um.
Das berühmteste Beispiel hierfür ist sicherlich das halb leere Glas Wasser (Pessimist*innen), das für andere halb voll ist (positiv Denkende). Kritiker*innen des affirmativen Denkens sprechen abfällig vom Blick durch die „rosarote Brille“. Aber was ist dagegen einzuwenden, wenn es mir damit besser geht?

Um Reframing zu trainieren, gibt es Sätze, die sich lohnen, in der entsprechenden Situation zur Verfügung zu haben:

Es gibt keine Fehler, es gibt nur Feedback.

Hinter jeder Handlung steckt eine positive Intention.

Misserfolg ist Erfolg, der versucht, in größerer Form hervor gebracht zu werden.

Mir wurde das geschickt, damit ich etwas lernen oder erkennen soll.

Alles was geschieht hat auch seine positiven Seiten.

Zugegeben, manchmal braucht es Zeit. Aber mit etwas Abstand stellen sich viele Lebenssituationen wesentlich versöhnlicher dar, wenn man sie auf diese Weise betrachtet.

Durch Verneinung verschweigen 05/20

Die Verneinung als versteckte Tilgung

30. Mai 2020

Ich kann nicht!
Ich mag nicht!
Ich will nicht!
Ich habe keine Lust mehr!

Warum torpedieren uns solche Aussagen, wenn doch das Gehirn Negation nicht kennt? (s. dazu auch meinen Blog „Nie nie sagen“, 04/20)
Denn dann bliebe doch übrig:
Ich kann, ich mag, ich will, ich habe Lust… ???

Gibt es „bessere“ oder besser –  „schwächere“ Verneinungen? Solche, die uns weniger beeinflussen, weil wir das eigentlich Positive negieren?

Die hier zitierten Verneinungssätze enthalten eine Tilgung. Also etwas, das verschwiegen wird, in diesem Falle das Objekt (der Ablehnung).
Dieses lässt sich leicht enttarnen durch das kleine Fragewort WAS.

Was kann ich nicht?
Was mag ich nicht?
Was will ich nicht?
Zu was habe ich keine Lust mehr?

Erst jetzt entblättert sich etwas, das ich ablehne, zu dem ich negative Gefühle entwickelt habe:
Ich kann nicht rechnen, ich mag nicht Sport treiben, ich will nicht versagen und habe keine Lust mehr auf meinen Job.

Hier setzt dann die Arbeit an, detailliert zu untersuchen, was genau du daran ablehnst. Je mehr du dabei ins Detail gehst, desto klarer kannst du anschließend mit deinen Problemen umgehen oder diese sogar auflösen.

Mehr dazu in meinem Blog „Verbale Kommunikation“  (07/19)

Nie nie sagen…04/20

Das Gehirn kennt keine Negation

30. April 2020

„Pass auf, dass du nicht fällst!“

Und schon ist der Sturz passiert.
Woran liegt das?

„Denke jetzt NICHT an einen grünen Elefanten!“

Wenn Sie dazu auffordern, ernten Sie meistens ein fröhliches Kichern, denn nichts war plastischer vor dem inneren Auge als er: der grüne Elefant!

Was passiert da eigentlich im Gehirn?

Nicht kann nicht visualisiert werden. Wir sehen den grünen Elefanten, versuchen ihn weg zu schieben, müssen seine Farbe durch eine andere ersetzen. Aber welche? Erwägen verschiedenste Farben, die uns plötzlich einfallen: schwarz, rot, grau weiß, blau? Sind verwirrt, kapitulieren. Verbrauchen ungeheure Energien in unspezifische Entscheidungen.

Sagt aber einer: „Denke jetzt an einen blauen Elefanten!“
Viel leichter, viel direkter, viel zielführender!

Was bedeutet diese Erkenntnis für unser Leben?

Vermeide Verneinungen, sowohl in Schrift und Sprache, als auch in deinem eigenen inneren Dialog, also in deinen Gedanken. Und hinterfrage sie, auch wenn sie von außen, durch Andere an dich heran getragen werden. Dazu gehören auch Negationswörter wie „kein, weder – noch, nichts , niemand“

Kontrolliere dich selbst! Statt „Hoffentlich regnet es morgen nicht!“ formuliere besser: „Hoffentlich bleibt es morgen trocken!“
Es geht nicht um deinen Einfluss auf das Wetter. Aber du hast Einfluss auf dich selbst und auf deine Gefühle. Und wenn du morgen einen Ausflug vorhast, dann ist deine Vorfreude positiver, wenn du positiv denkst und dabei Negationen ausklammerst.

Du hast es also selbst in der Hand, ob es dir eine mehr oder weniger lange Zeitspanne besser geht.

Korrigiere Formulierungen, die Negationen enthalten.
Frage (auch dich selbst) gegebenenfalls nach dem „Stattdessen“.
Motiviere dich, deine eigenen Gedanken daraufhin zu durchforsten und positive Formulierungen zu trainieren,
denn: das Gehirn kennt keine Negation.

„Fang jetzt bloß nicht an zu heulen!“

In der Sprachwissenschaft bezeichnet man das Gegenteil einer Negation als Affirmation (die bejahende, bekräftigende Aussage)
Mehr dazu in meinem Blog „Positives Denken“ (09/19)

Corona-Hilfe 03/20

Corona-Hilfe

21. März 2020

Den Sekundärgewinn finden

„Wozu soll das gut sein?“

oder

„Warum wurde mir/ uns das geschickt?“

Wer sich in Anbetracht einer Krisensituation oder eines großen Unglücks solche Fragen stellt, sucht eine Art Sekundärgewinn. Das ist eine Form des Self-Coachings, die glückliche und erfolgreiche Menschen häufig unbewusst beherrschen.
Sekundärgewinn bedeutet im klassischen Sinne Krankheitsgewinn. Weil ich krank bin und obwohl ich leide, werde ich doch versorgt, mitunter liebevoll betreut und muss nicht arbeiten gehen..
Der Begriff „Sekundärgewinn“ lässt sich aber noch viel weiter fassen, wenn es um schicksalhafte Einschläge geht. Denn auch diese entziehen sich unserer Macht.

Die momentane Corona-Krise ist als unvorhersehbare Situation schwer auszuhalten:
Kein social life, keine Restaurant-, Disco-, Bar-, Konzert-, Theater- oder Kinobesuche, kaum Freizeitaktivitäten… selbst private Geburtstagspartys finden nicht mehr statt.
Angst vor Ansteckung, Angst vor Bevormundung und wirtschaftlichem Bankrott.
Und keiner weiß wie lange noch!

Bevor ich jetzt versuche, Sekundärgewinne auszumachen, die mir in der letzten Woche aufgefallen sind, weil Andere sie analysiert und veröffentlicht haben, bemerke ich, wie sehr ich das genieße, was uns trotz Corona-Pandemie bleibt und was sich vielleicht sogar ins Positive verändert hat:
Sonne spüren, Frühling bestaunen, Beziehungen genießen, Zuwendungen wahrnehmen, Liebe leben, Freundschaften pflegen, Freundlichkeit austauschen, Gespräche führen, Lesen, Musik hören und machen, Filme schauen, Fantasie entwickeln.
Und die Corona-Pandemie sorgt dafür, dass wir dafür jetzt mehr Zeit haben.
Auch wer bisher eher kritisch dem Smartphone, dem Internet und den sozialen Netzwerken gegenüber stand nimmt jetzt wahr, wie gut es ist, dass wir diese Möglichkeiten haben.
Was bisher immer auch als Fluch moderner Zeiten definiert wurde, ist jetzt überwiegend Segen. Denn mit einem Video-Telefonat auch sehen zu können, dass es meinen Liebsten in der Ferne gut geht und durch Streaming-Dienste Zugriff auf Musik und Kino haben zu können, es hilft und es erleichtert die Beziehungspflege und den Kulturgenuss in diesem Ausnahmezustand.
Unsere hochtechnisierte Zivilisation erhält einen gewaltigen Dämpfer. Das macht auch demütig…

Die folgenden Punkte als (mögliche) positive Auswirkungen des Coronarvirus COVID-19 konnte ich bisher ausmachen:

  • Entschleunigung ohne Großveranstaltungen und Warenflut.
  • Die Emissionen in China gingen im Februar um etwa 200 Megatonnen zurück.
  • China muss seine tierfeindliche Haltung aufgeben, die sich auch in der Wochenmarkt-Kultur spiegelt.
  • Konzerne setzen zukünftig verstärkt auf Videokonferenzen und Homeoffice und sparen dadurch Energie-Ressourcen ein.

Lasst uns optimistisch bleiben und weitere Sekundärgewinne finden… es hilft, diese Zeiten besser zu überstehen.

Kinder und Jugendcoaching 02/20

Kinder- und Jugendcoaching

23. Februar 2020

Wie sinnvoll sind eigentlich Coachingangebote für Kinder und Jugendliche?

Gerade vor Eintritt in die Pubertät oder während der Pubertät kann Coaching hilfreich unterstützend wirken, wenn Eltern einfach nur noch uncool sind und auch selber das Gefühl haben, dass sie ihre Töchter und Söhne irgendwie gar nicht mehr oder nur noch wenig erreichen.

Sich abkapseln, Ängste, null Bock auf Schule oder auch übersteigerter Ehrgeiz in schulischen Aufgaben?
Oder eigentlich schon „zu groß sein“ für Heimweh, Bettnässen oder Tränenausbrüche, die vielleicht speziell für Jungs in ihrer Peergroup schwierig zu vertreten sind?
Dramatischer langwieriger Liebeskummer oder  zu großes Lampenfieber vor Referaten und Präsentationen?

Aber deshalb gleich zur Kinder- und Jugendtherapeutin?
Wo doch sonst alles in Ordnung ist?
Vielleicht ist es schwierig einen Platz zu bekommen und womöglich ist es ein weiterer langfristiger wöchentlicher Termin, wo die Woche doch schon so voll mit Schule und weiteren Aktivitäten ist?
Und außerdem, mein Kind ist doch nicht krank?

Häufig macht es Sinn, in einem Erstgespräch auszuloten, worum es geht.
Liegt eine kleine Störung vor, die durch ein Coaching leicht zu beheben ist, oder handelt es sich tatsächlich um eine Diagnose, bei der ein Coaching nicht tief genug greift?

Dafür bin ich die richtige Anlaufstelle, weil ich als Heilpraktikerin für Psychotherapie  das psychologische Wissen habe, zu erkennen, falls eine Psychotherapie nötig ist.
Als Diplompädagogin hilft mir mein pädagogischer Zugang speziell Kinder und Jugendliche zu Veränderungen anzuregen, und mit der Technik des NLP habe ich ein effektives Werkzeug in der Hand, das auch Kindern und Jugendlichen Spaß machen kann auf dem Wege zur Selbsterkenntnis.

Der Unterschied zwischen Coaching und Psychotherapie liegt darin, dass Psychotherapie dann indiziert ist, wenn das Problem den Alltag extrem einschränkt. Auch die Schwere des Leidensdrucks entscheidet darüber, ob es sich um eine Krankheit oder eine kleine Störung handelt. Gesunde Menschen unterstützt ein Coaching und sie finden aus sich selbst heraus zur Problemlösung.

Dazu „Die Welt“ vom 07.02.2018 (Zitat) :  „Thomas Fydrich, Professor für Psychotherapie an der Humboldt-Universität Berlin, erklärt den Unterschied an einem Beispiel: Viele Menschen haben Angst vor Prüfungen. Zu schauen, woher die Angst kommt und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten wiederzufinden – das wäre ein Ziel für den Coach. Werde diese Angst aber so schlimm, dass das Hinausschieben von Prüfungen mit der eigenen Lebensplanung in Konflikt gerät, man etwa das Studium von Semester zu Semester verschleppt, dann werde die Prüfungsangst pathologisch – und könne in einer Therapie behandelt werden.“

Kleine Störungen vor oder während der Adoleszenz sind normal. Bevor sie sich zu großen Störungen auswachsen, kann rechtzeitiges Eingreifen das Familienleben drastisch entzerren.

Gute Vorsätze 01/20

Mit guten Vorsätzen ins Jahr 2020

8. Januar 2020

Wir alle beginnen gemeinsam das Neue Jahr und sprechen uns gegenseitig unsere guten Wünsche aus:

„Alles Gute zum Neuen Jahr“

„Frohes Neues“

so tönt es bis weit in den Januar hinein wo immer sich Menschen treffen: Freunde, Bekannte, ja sogar Unbekannte.

Im Gegensatz zu persönlichen Höflichkeitsäußerungen zwischenmenschlicher Begegnungen sind die Neujahrswünsche so zahlreich und flächendeckend, dass sie eine Eigendynamik entwickeln, die sich durchaus als positive Energie spüren lassen.

Und diese überall zu spürende positive Energie ist auch Grund dafür, dass viele Vorsätze gefasst werden, die jede*r persönlich mit sich aushandelt. Sie sollen häufig der Gesundheit dienen, schlechte Gewohnheiten abstellen, der Allgemeinheit nutzen oder einen neuen Lebensabschnitt herbeiführen.

Viele Menschen tun das unbegleitet, aus eigener Kraft, andere besorgen sich die entsprechenden Bücher über Ernährung, Sport und Lebensglück, und die besonders Zielorientierten melden sich im Fitness-Studio, beim Sprachkurs oder auch beim Coaching an, um sich persönlich begleiten zu lassen.

Was immer eure Vorsätze sind,
setzt euch nicht unter Druck (mehr dazu in meinem Blog „Du stehst unter Druck?“ 05/19) und nutzt die Kraft der Meta-Ebene durch Hinterfragen und Sinnsprüche (mehr dazu in meinem Blogs „Kommunikation in Worten und Gedanken“ 07/19 und „Nie nie sagen“ 04/19).
Außerdem sind eure Vorsätze dann besonders einfach umzusetzen, wenn sie positiv und konkret formuliert, selbst erreichbar, hier und jetzt vorstellbar und sinnlich erfahrbar sind.

In diesem Sinne:

„Happy new Year!“

Mein Leitbild 12/19

Was mich in meiner Arbeit leitet

6. Dezember 2019

Persönlichkeiten lassen sich
-entdecken
-entwickeln-
-entfalten

 

Erfolg erfolgt auf denken, sprechen und handeln.

 

Das Leben ist eine Kunst.
Wer diese beherrscht ist ein Lebenskünstler
und hält damit den Schlüssel zum Glück in der Hand.

 

Ich mache zugänglich, was du schon längst besitzt, von dem du aber bisher nicht wusstest, dass du selber den Schlüssel dazu hast.

Assistentin für Lehrende 11/19

Wer die Nerven nicht hat ist eben nicht geeignet!?

7. November 2019

Nachdem ich in meinem letzten Blog in „Prüfungsangst und Lernblockaden“ (10/19) speziell die Studierenden angesprochen habe, möchte ich mich dieses Mal an die Lehrenden wenden:

Wenn Sie an einer Musikhochschule oder Kunsthochschule, an einer Schauspielschule, einem Konservatorium oder an der Universität mit kreativen Studierenden arbeiten, dann vermittelt speziell Ihr Fach Ihnen Einblicke, wo Sie vielleicht erkennen, dass ein zusätzliches Coaching Ihre Arbeit noch viel erfolgreicher werden ließe.

Sie werden im Laufe des Wintersemesters gerade auch Ihre Erstsemestler*innen kennen und einschätzen lernen. Und auch Prüfungssemester lassen mitunter tief blicken:

Wenn ich mich im Folgenden „metaphorisch“ auf die Musik fokussiere, so weise ich darauf hin, dass ALLE ANDEREN KÜNSTE auch gemeint sind!
Hier also jetzt nur beispielhaft für alle anderen Bühnenkünster*innen
die Musikstudent*innen:

Wo hört das instrumentale und fachliche Können auf? Wo beginnt die Psyche? Hier beginnt die Arbeit des Coachs, und zwar OHNE INSTRUMENT.
Lampenfieber (Blackouts, Flatterbogen, Herzrasen) bis hin zu Übeblockaden, aber auch instrumentenspezifische Schmerzen haben ihre Ursache in der Psyche. Und wenn manche dann geneigt sind zu sagen:

„Wer die Nerven nicht hat, ist auch nicht geeignet für den Job“,
dann sage ich:
„NEIN! Falsch! Gebt ihnen eine Chance!“

Es braucht die Lust am Auftritt, für die die Persönlichkeit so entwickelt sein muss, dass das eigene Können selbstbewusst und überlegen dargeboten werden kann.
Und das lässt sich verstärken oder sogar wecken.

Außerdem wird im Laufe des Studiums eine Entscheidungsfindung immer wichtiger:

„Du musst dir überlegen, was du willst“

ist zwar wahr, ist aber auch extrem schwierig:
Orchester, Solo, Kammermusik oder doch Schwerpunkt Pädagogik?

Auch hier greifen  Coachingtechniken OHNE  inhaltliches Eingreifen.

Oder:

„Wie kann ich mich optimal mental auf Wettbewerbe vorbereiten?“

Und last not least:

„Wie gehe ich eigentlich mit meinen persönlichen Misserfolgen um?“
Ein Leben als Musiker*in ohne Carnegie-Hall- Debüt?
Keine Hauptrolle an der Met in Sicht?

Vielleicht haben Sie Studierende in Ihrer Klasse, Ihrem Seminar, die auffällig introvertiert und dabei extrem ehrgeizig sind, wie der Klavierstudent in dem Ende August angelaufenen Film „Prélude“?

Von der Deutschen Film – und Medienbewertung erhielt der Film das Prädikat „Besonders wertvoll“ mit folgender Begründung:
„Prélude leistet einen starken Beitrag zum Zustand unserer Leistungsgesellschaft, die nicht nur, aber vor allem jungen Menschen mit einem enormen Druck belastet,“

Dieser enorme Druck lässt sich enorm reduzieren.
Mehr dazu in meinem Blog „Du stehst unter Druck?“ (05/19).

 

Prüfungsangst und Lernblockaden 10/19

Das Semester hat begonnen…

28.Oktober 2019

Kurz nach Wintersemesterbeginn möchte ich speziell den Studierenden (Studienanfänger*innen ebenso, wie Prüfungsanwärter*innen) an Universitäten und Hochschulen den Sinn meiner Coaching-Arbeit erläutern.

Eine Form der Lebensberatung, die weit über jedwede Lebens- und Berufserfahrung hinaus geht. Das Wort „Coaching“ ist in aller Munde. Das war vor 10 Jahren als ich Artist Coaching gründete noch nicht so.
Was Artist Coaching bedeutet und wofür es steht, das findet ihr auch hier in meinem Blog „Was bedeutet Artist Coaching?“ (02/19).

Beim Coaching kann es sich durchaus auch um „Psycho“-Coaching handeln. Ein Begriff, der manchmal negativ benutzt wird:

„Das ist doch voll psycho!“

oder

„Kuck mal den Psycho da…“

Dabei meint „Psyche“ nur die subjektive und innere Erlebensseite. Oftmals das, was wir eher aus dem Unbewussten heraus denken und fühlen.

Insofern kann es sehr spannend und aufschlussreich sein, nachzuforschen, WARUM du etwas tust oder kannst, und warum eben nicht.

Und das passiert bei Artist Coaching: hier wird bearbeitet und aufgelöst, so dass sich wirklich etwas verändert..
(siehe auch meinen Blog über Lampenfieber, 03/19)

Tatsächlich spielt die Psyche eine große Rolle, wenn du beispielsweise Lernblockaden hast, und dich wider besseren Wissens einfach nicht rechtzeitig in die Bibliothek oder an den Schreibtisch begibst.

Oder wenn du Prüfungsangst hast, egal ob in mündlichen Präsentationen oder Befragungen vor einem Gremium, oder in schriftlichen Klausuren. Vielleicht kennst du die Symptome, die damit einher gehen können?

Unerklärliche Blackouts oder Panikattacken, Übelkeit, Herzrasen, Hyperventilieren. Und mit jeder Prüfung scheint es schlimmer zu werden… du bist kurz davor, auf deinen Abschluss zu verzichten, ihn nicht zu machen, auf jeden Fall schiebst du es hinaus, fühlst dich der Prüfungssituation einfach nicht gewachsen…

Du bist kurz davor, dir deine berufliche Zukunft zu verbauen, und das wegen einer „kleinen Störung“ die problemlos zu beheben ist?
Das wäre mehr als schade! 

Positives Denken 09/19

Die Kraft von Affirmationen

14. September 2019

Affirmationen sind positive, selbstbejahende Sätze, mit denen man seine Gedanken bei regelmäßiger Wiederholung und kontinuierlicher Verinnerlichung umpolt, und dadurch alte schlechte Gefühle mit neuen positiven tauscht.
Nach Wikipedia ist die Affirmation (lateinisch affirmatiō für „Versicherung, Beteuerung“) eine wertende Eigenschaft (…), die mit „Bejahung“, „Zustimmung“ oder „Zuordnung“ beschrieben werden kann.
Gebete und Mantras zählen zu den bekanntesten erprobten Affirmationen.
Es ist für viele Menschen sicherlich sinnvoll, den Tag mit einer Affirmation zu beginnen und auch abzuschließen. Gute versöhnliche Gedanken am Ende des Tages beeinflussen die Nachtruhe positiv. Ebenso fällt das Aufstehen leichter, wenn der Tag mit positiven Gedanken beginnt.
(denn wie wir uns fühlen, das bestimmen unsere Gedanken, und unsere Gedanken, die können wir lernen zu lenken und dadurch bestimmen wir sie selbst)

Aber welche Affirmationen sind wirklich wirkungsvoll?

In dem 1938 von Ernst Lubitsch gedrehten Filmklassiker „Blaubarts achte Frau“ murmelt der in eine Zwangsjacke gesteckte verzweifelte Hauptdarsteller Gary Cooper monoton

„Gestern ging´s mir gut, heute geht’s mir gut und morgen wird´s mir gut gehen.“

Eine Affirmation, die offensichtlich nicht wirkt und schon damals die Lachmuskeln des Kinopublikums reizte.

Das positive Denken entwickelte sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Amerika.
Es entwickelte Stilblüten bis hin zu Joseph Murphy in den sechziger Jahren täglich im Radio verbreiteten Ansprachen gespickt mit vermeintlich allgemeingültigen Autosuggestionen.
Die Idee dahinter: wir können bewusst auf das Unterbewusste einwirken.

Das kann aber nur funktionieren, wenn wir unser höchst individuelles Unterbewusstes wenigstens teilweise wahrnehmen und kennenlernen.

Ganz wird uns das nicht gelingen. Aber wir können die Glaubenssätze entdecken, die uns daran hindern, zu erreichen, was wir erreichen können, wenn wir sie nicht mehr glauben und denken würden. Denn diese uns behindernden Glaubenssätze sind letztlich unsere mehr oder weniger bewussten Negativ-Affirmationen.
Wenn wir diese enttarnt und verändert haben, dann haben wir den Boden bereitet für neue wirkungsvolle Affirmationen.

Und hier liegt der Unterschied zu den 0815-Affirmationen in tausenden Büchern angeblich allgemeingültig abgedruckt:
eine wirklich funktionierende Affirmation ist maßgeschneidert auf dich. Und dafür wird sie vorher installiert, sowohl körperlich (unbewusst), als auch geistig (mental). Sie wird dir nicht eingeredet und vorgesetzt, sondern du entwickelst sie selbst, es ist die Deine. Und deshalb glaubst du sie tatsächlich. Und nur dadurch kann sie dann ihre kraftvolle Wirkung in der täglichen Anwendung entfalten.
Ich nennen das den „Wunschbelief“. Woran müsstest du im Bezug auf dich selbst glauben, um alles erreichen zu können, was du erreichen möchtest?

Schon wieder so ein kleines großes Wunder meiner Arbeit, ähnlich der „Märchenstunde“ in meinem Blog über Lampenfieber (03/19)

Raus aus der Opferrolle! 08/19

Raus aus der Opferrolle!

11.August 2019

Kennst du das auch?

„Alle denken an sich, keiner denkt an mich! Aber ich denke immer an alle anderen!“

Du bist also wahrscheinlich eine „Other oriented“ Persönlichkeit.

Wenn jemand niest, sagst du „Gesundheit“

Wenn dir jemand etwas anbietet, antwortest du „Danke“

Wenn ein letztes Stück Kuchen auf der Tortenplatte liegt, fragst du, ob jemand daran Interesse habe, ohne deutlich zu machen, dass du selbst es gern hättest.

Wenn du durch eine Tür gehst, schaust du automatisch hinter dich und hältst dem, der dir folgt die Tür auf. Du kannst gar nicht anders, du bist so.

Und wenn derjenige, dem du gerade die Tür aufgehalten hast, sich nicht bedankt, dann handelt es sich tendentiell um eine eher „Self oriented“ Persönlichkeit. Sie ist vielleicht gerade in Gedanken und hat dich gar nicht wahrgenommen.

Other oriented persons“ agieren wohlerzogen, höflich, empathisch. Und das häufig bis zur Selbstaufgabe, da sie ihre eigenen Wünsche zunächst hinter denen ihrer Mitmenschen zurückstellen. Das Gefühl Opfer zu sein stellt sich ein., das Selbstwertgefühl wird angekratzt.

Self-oriented persons“ wirken vielleicht mitunter egoistisch oder gar egozentrisch, in jedem Falle selbstbewusst (im wahrsten Sinn des Wortes von:  „sich selbst bewusst sein“), da sie primär ihre eigenen Bedürfnisse spüren und danach handeln. Wenn sie höflich, zugewandt, gut erzogen und empathisch agieren, dann aber ohne den Hang zur Selbstaufgabe.

Prüfe, ob es sich bei dir und deinem Gegenüber um eine „Self oriented“ oder um eine „Other oriented“ Persönlichkeit handelt.

Wir werden als das eine oder andere geboren, geprägt, erzogen.

Erfahrungsgemäß sind die sehr erfolgreichen Menschen vorwiegend „Self oriented“.

Wenn ich weiß, was ich bin und auch, was mein Gegenüber ist, dann kann ich lernen, damit zu spielen und beginne, mich selbst dadurch zu verändern. Und ich kann mich und den Anderen besser verstehen.

„Other oriented persons“ können folglich diese Chance ergreifen und vom „Dulder“ zum aktiv Handelnden werden.

Verbale Kommunikation 07/19

Die Kraft des Hinterfragens im täglichen Denken und Kommunizieren

9. Juli 2019

Andere kommunizieren mit mir. Ich kommuniziere mit mir.
(Im inneren Dialog, gedanklich).

Dies geschieht oftmals Druck erzeugend, Partei ergreifend, tendenziös.
Es ist egal, ob deine Partnerin dir vorwirft:

„Nie hörst du mir zu“

oder ob du selber von dir glaubst:

„Nie schaffe ich, was ich mir vorgenommen habe“

Beides erzeugt schlechtes Gewissen und – ja – Druck!
(siehe dazu auch meinen Blog„Du stehst unter Druck?“  05/19 )

Eigentlich sind es Behauptungen, überspitzte Wahrnehmungen, die durch Modaloperatoren  (müssen, sollen, dürfen),  Generalisierungen (immer, nie, alle), Tilgungen  (Weglassen von Informationen durch unbestimmte Worte, wie  man, das, es, so) oder Nominalisierungen (substantivierte Verben) Macht aufbauen.

Es handelt sich also ursächlich nur um ein Sprachphänomen.

Diese so entstandenen Behauptungen lassen sich durch gezieltes Nachfragen enttarnen und dadurch ihrer Macht in Worten und Gedanken berauben.
Wenn du weißt, wie, dann ist das mit etwas Übung sehr einfach und vor allem sehr effektiv:

Nie schaffe ich, was ich mir vorgenommen habe!“
Wirklich nie?“

So kann es nicht mehr weiter gehen!“
Was genau kann wie genau nicht mehr wohin genau gehen?

„Ich muss dringend abnehmen!“
Wer sagt das?“

„Meine Ausgaben sind zu hoch!“
„Wieviel habe ich denn wofür ausgegeben?“

Sich verbal auf Meta zu begeben (durch gezieltes Nachfragen oder mit Hilfe von Sinnsprüchen – siehe dazu auch meinen Blog „Lebensweisheiten und Sinnsprüche“ 06/19 – hilft uns, sachlich zu bleiben, da die Sichtweise von der Meta-Ebene relativiert.

Und das wiederum hilft uns positiv zu denken, denn du weißt ja:

„Du bist, was du denkst!“

Lebensweisheiten, Sinnsprüche 06/19

Das Geheimnis der Sinnsprüche

4. Juni 2019

Was berührt uns eigentlich so an  Sinnsprüchen und Lebensweisheiten?

Dass sie eine Wahrheit mit Aha-Effekt enthalten, die die meisten Menschen nachvollziehen können.

Wenn Charlie Brown in den Peanuts zu Snoopy sagt:

„Wir leben nur einmal“

(was an sich schon einen Sinnspruch darstellt) und er als Antwort bekommt:

„Falsch! Wir sterben nur einmal, wir leben jeden Tag!“,

dann ist darin eine Form von Trost und Weisheit enthalten, wie wir sie auch im
CARPE DIEM finden („Genieße“ oder wörtlich sogar „Pflücke den Tag“).

Dieser Aha-Effekt katapultiert uns auf die sogenannte Meta-Ebene, wodurch diese Sprüche ein Coaching wertvoll unterstützen können.

Man nennt sie auch „Geflügeltes Wort“ (bei Homer in der Odyssee „das gesprochene Wort, das das Ohr des Hörers auf Flügeln erreicht“) oder Spruchweisheit. Es finden sich auch Sprichworte darunter.

Sind sie von einem Dichter niedergeschrieben, dann sind es Epigramme (Ursprünglich Inschriften, später mit poetischen Gedanken versehen) oder Aphorismen (ein rhetorisch sinnvoller einzelner Gedanke).

So definierte Laotse  bereits vor 2500 Jahren in einem seiner berühmtesten überlieferten Aphorismen, was die Meta-Ebene eigentlich ist:

„Klar siehet wer von Ferne sieht, doch nebelhaft, wer Anteil nimmt“

Im Coaching bezeichnet man die Meta-Ebene als „3.Position“ für den neutralen Beobachter auf mein Verhalten (1. Position) und das der anderen (2.Position).

Du stehst unter Druck? 05/19

Du stehst unter Druck?

7. Mai 2019

Was ist es, das dich unter Druck setzt? Oder denkst du, dass du dich unter Druck setzen lässt?

Bedenke: Niemand hat die Möglichkeit dich unter Druck zu setzen. Das tust nur du selbst.

Aber wie? Durch deine Gedanken! Diese machen deine Gefühle. Denn du fühlst, was du denkst.

Aber was genau denkst du? Du denkst das, was du selbst im inneren Dialog mit dir / zu dir sprichst:

„Ich muss noch…“
„Ich darf nicht…“
„Ich sollte endlich …“

Wer sagt das?

Du!!!

Im Leben braucht man keinen Druck, sondern Auftrieb!

Wie beim Fliegen:
Segelflugzeuge, Drachen- oder Gleitschirmflieger brauchen Thermik zum Steigen. Flugzeuge fliegen, weil oberhalb der Tragflächen Sog entsteht.

Deshalb kannst du jetzt damit aufhören, dich selber unter Druck zu setzen.

Vor Publikum 04/19

Der kleine feine Unterschied, ob dein Publikum dir folgt…

7. April 2019

Der Unterschied zwischen „for an audience“ (für das Publikum) und „in front of an audience“ (vor dem Publikum) tritt zwar in der englischen Sprache klarer hervor, funktioniert aber ähnlich stark im Deutschen:

Stelle es dir zunächst bildlich vor: Du redest, musizierst oder tanzt vor einem Publikum, statt für ein Publikum.

Spüre dann den Unterschied, ob du für oder vor den Menschen auftrittst.

Und wann glaubst, du, dass dir das Auditorium aufmerksamer lauscht?
Wenn deine Message für sie (an sie gerichtet) ist oder vor ihnen stattfindet?

Vor (mit dem Dativ verwendet) bezeichnet ausschließlich und absolut wertfrei die räumliche Position des / der Vortragenden. Ganz anders die Präposition für: mit dem Akkusativ gebildet bezeichnet sie die Widmung und Richtung deiner zu transportierenden Message.

Gib daher alles was du da vorne machst denen, die gekommen sind, um dich zu erleben.
Da vorne kann die große Bühne eines großen Theaters sein. Da vorne kann am PC neben der Leinwand sein, und ebenso kann da vorne deine von allen Gästen mit Spannung erwartete Tischrede sein.

Die gekommen sind, um dich zu erleben können jene Gäste sein, die vielleicht selbst aufgeregt sind, weil ihre Tischrede der deinen folgt.
Es kann auch das Premierenpublikum sein, das viel Geld bezahlt hat, um dich zu erleben.
Ebenso gut kann es dein Prüfer sein, der im Rahmen seines Jobs dir zuzuhören hat, oder deine zukünftige Chefin in deinem Bewerbungsverfahren.
Vielleicht aber auch die Workshopteilnehmerinnen und Teilnehmer, die dich erleben, weil du sie fortbilden sollst.
In dem Moment, wo du alles für deine Zuschauer*innen gibst, statt es vor ihnen abzuspulen, werden deine Zuhörer*innen ungefiltert deine Begeisterung, deine Kenntnis und deine Emotion spüren, hören und sehen, wodurch du viel mitreißender sein wirst.

Und genau das ist deine Legitimation, dass du jetzt da vorne bist, egal ob als Referent*in, Ehrengast, Prüfling oder Bühnenkünstler*in.

Lampenfieber 03/19

Lampenfieber

11. März 2019

In den letzten 10 Jahren sprach ich überwiegend Musiker, Künstler und Kreative an, da davon auszugehen ist, dass ich als konzertierende Pianistin sehr genau weiß, welche Schwierigkeiten und welche Schönheiten dieser Job mit sich bringt. Meine Erfahrungen zum Thema „Lampenfieber“ konnte ich daher naturgemäß hauptsächlich als Coach mit Musiker*innen sammeln.

Sie stehen exemplarisch für meine Coachingerfolge, denn meine Coachingtätigkeit eignet sich für alle. Sie ist ebenso wenig Musiker-spezifisch, wie mein Wissen um Psychologie, Psychiatrie und Psychotherapie, das vom Gesundheitsamt Hamburg 2016 geprüft wurde, als ich die Prüfung zum „Heilpraktiker begrenzt auf das Gebiet der Psychotherapie“ ablegte.

Redeangst und Flatterbogen

Es ist tatsächlich hundertprozentig vergleichbar, was abgeht, wenn ein Mensch einen Auftritt hat, und wenn dieser Mensch vor seinem Auftritt Angst hat.

Es ist egal, ob das Instrument die Violine oder eine Präsentation ist.

Und ob das Publikum im großen Saal der Elbphilharmonie sitzt oder im Konferenzraum der Chefetage:

Selbstbewusstsein, Spaß an Vermittlung und die richtige Dosis Adrenalin um gut zu sein, das brauchen wir dann alle!

Märchen werden wahr

Die Professor*innen bundesdeutscher Hochschulen schicken Ihre Studierenden zu mir nach Hamburg, wenn „Störungen“ auftreten, die gar nichts mit der Beherrschung des Instruments zu tun haben. Meist handelt es sich dabei um Formen des Lampenfiebers. Was dem Streicher sein Flatterbogen ist, ist dem Bläser seine Kurzatmigkeit und dem Sänger seine Versagensangst vor hohen Tönen, während der Pianist schon vorher weiß, dass ihm bei der virtuosen Passage gleich die Finger versagen könnten…

…und der / die Redner*in hat schon jetzt Angst vor der Angst und davor, dass die Stimme im Halse stecken bleibt.
Fehlende Konzentration? Erlernen und Abrufen von Spiel- und damit Körpergefühl? Nicht nur!
Der ganz individuelle Auslöser der /des Betroffenen muss gefunden werden.

Langfristig helfen da keine allgemeingültigen Erfahrungen und Übungen zum entspannen oder atmen aus dem physiotherapeutischen Bereich.

Einer meiner jungen Klienten hatte massive Flatterbogen-Attacken. Wann? Bei Prüfungen und Auftritten. Die Ursache? Ein Unfall als zweijähriger mit allen Folgen aus Schmerzen und nicht altersgerechten Klinikaufenthalten. Sehr behutsam durchlebte ich gemeinsam mit ihm diese Lebenssituationen noch einmal, um sie aus der Perspektive der heutigen Erwachsenen mit kraftvoll wirkenden Ressourcen zu versorgen.

Der Effekt ist enorm! Der Flatterbogen war gestern! Nicht immer ist die Ursache so dramatisch, denn das individuelle Erleben ist subjektiv. Auch eine ungünstig verlaufene Einschulung oder eine sehr strenge Großmutter, die es nur gut gemeint hat, kann ein solcher Auslöser sein.

Ich weiß, das klingt nach Märchenstunde, aber Märchen können wahr werden! Und dann begeistern und verzaubern sie! Und sie lassen dich deine Zukunft frei gestalten, denn wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute…

Was bedeutet Artist Coaching? 02/19

Was bedeutet Artist Coaching?

10. Februar 2019

„Coach“ bedeutet „Kutsche“.

Was hat die Kutsche mit Coaching zu tun? In einer Kutsche macht man sich geschützt und begleitet (vom „coach“, Abkürzung für „coachman – Kutscher“) auf den Weg, um ein Ziel zu erreichen. Im umgangssprachlichen Englisch wurden Ende des 19. Jahrhunderts private Tutoren von Universitätsstudenten so genannt, später dann die Trainer im Sport.
Seit den 70er Jahren gibt es die Berufsbezeichnung „Coach“ in den USA als Begriff für den Berater, Anweiser, Unterweiser, zunächst speziell für Führungskräfte zur Optimierung wirtschaftlicher und systemischer Bereiche. Erst in den 80er Jahren wurde das englische Wort in dieser Bedeutung in die deutsche Sprache übernommen.

Das deutsche Wort „Artist“ (Betonung auf der zweiten Silbe)
steht  für den darstellenden Künstler, der seit Ende des 18.Jahrhunderts eine hoch spezialisierte Kunstfertigkeit von körperlicher Geschicklichkeit, die sogenannte „Artistik“ ausübt. Und zwar vorwiegend in Theatern, Varietés, Zirkussen oder als Straßenkünstler.

Das englische Wort „artist“ (Betonung auf der ersten Silbe)
bedeutet jedoch ins Deutsche übersetzt schlicht und allgemein Künstler, Künstlerin.

Wofür steht Artist Coaching?

  • Ich als Künstlerin coache.
  • Auch Künstler*innen und Kreative.
  • Lebenskunst wird erlernt.
  • Coaching ist ein kreativer Prozess.
  • Coaching ist eine Kunst.

    Zum Lebenskünstler werden:

Jemand, der die Kunst beherrscht, das Leben zu meistern und stets das Beste aus jeder Situation macht.

Erfolg als Folge, Zwischenbilanz 01/19

Erfolg als Folge? Zeit für eine Zwischenbilanz

31. Januar 2019

Eigentlich sollte ich in meinem ersten Blog eine Erfolgsstatistik aus den letzten zehn Jahren präsentieren. Vielleicht in Form eines Diagramms?

Aber ich lasse euch konkreter, direkter und emotionaler teilhaben:

ich habe kürzlich als Antwort auf meine Weihnachtspost die freudige Nachricht einer ehemaligen Klientin erhalten, die mir von ihrem spannenden Probejahr in einem renommierten Orchester auf einer Solostelle berichtet!

Und von einer Sängerin, die sich nie getraut hatte, sich selber so zu benennen, die mir jetzt schrieb:

„Insgesamt habe ich seit meinem Coaching bei dir an mir beobachtet, dass ich selbstbewusster geworden bin und auf Leute zugehe, um ihnen von meinen künstlerischen Tätigkeiten und Talenten zu erzählen. Die bei dir erarbeiteten Ziele und Glaubenssätze arbeiten immer noch gut in mir, und das zeigt mir, dass du mit mir gute Arbeit geleistet hast, und dass mein Coaching bei dir erfolgreich verlaufen ist! Nochmal meinen herzlichen Dank dafür!“

Und jetzt noch nackte Fakten aus der Halbzeit des Bestehens von Artist Coaching:

2015 wurde ich von insgesamt fünf jugendliche*n Anwärter*innen auf einen Studienplatz zur individuellen Unterstützung konsultiert. Davon haben vier die Aufnahmeprüfung an einer deutschen Musikhochschule bestanden und erhielten sofort einen Studienplatz.