Ablauf eines Coachings 08/20

Ablauf eines Coachings

18. August 2020

In der Anamnese (Erstgespräch) wird das erwünschte Lebensziel definiert.
Durch gezielte Fragetechnik unterstütze ich dabei, dessen Wirkung heraus zu finden.

Danach folgt die Ursachenforschung nach dem, was bislang das erwünschte Ziel verhindert hat. In einem ersten Coaching verankern wir das Unerwünschte als Körpergefühl, und suchen dessen Auslöser im Unbewussten auf der Timeline in der Vergangenheit. An diesem Punkt wird die Ressourcenversorgung neu erlebt und bis in das vorher definierte erwünschte Lebensziel und dessen Auswirkung als Anker in die „erwünschte Zukunft“ mitgenommen.

In einem nächsten Coaching-Termin beziehen wir das Kognitive mit ein, indem die Gemeinsamkeiten vom erwünschten Ziel und der Störung durch Fragetechniken gefunden werden und zukünftig einen weiteren Ressource-Anker bilden. Die bisherige vermeintliche Sorge oder Angst verliert so ihren Negativhabitus.

Und nun geht es an die sogenannten „Glaubenssätze“.
Gedanken, die tief in unserem Geist verankert und deshalb für uns wahr sind. Sie werden wieder und wieder gedacht ohne uns bewusst zu sein, da sie uns unterbewusst durch Erziehung und Erfahrungen eingeprägt worden sind.
Sehr toxisch wirken vermeintlich positive Glaubenssätze, die uns in Wahrheit eingrenzen. Sie sind oft Ausdruck großen Ehrgeizes:

„Das, was ich mache, möchte ich richtig machen.“

„Ich möchte den Anderen gefallen.“

oder auch

„Bin ich gut genug?“

Um solche individuell recherchierten Glaubenssätze stellen wir acht Mentor*innen auf. Diese senden nacheinander ihre Messages, die vom „Ich in der Gegenwart“ empfangen werden und dabei helfen, umzudenken.

Dieses Format wirkt deshalb so stark, weil es Verbündete und Supporter generiert, letztlich aber doch aus der eigenen Stärke des Coachees erwächst. Das Effekt wirkt nachhaltig. Die Realität enttarnt den Druck dieser Art von Glaubenssätzen.

Genauso wie es möglich ist Glaubenssätze, die wir in uns tragen zu verändern, so ist es auch möglich, Glaubenssätze neu zu installieren. Ein individueller Wunsch-Glaubenssatz ist oft Voraussetzung, das definierte Ziel zu erreichen. Er wird körperlich und inhaltlich erfahrbar gemacht und auf fünf Stationen mit Hilfe von Schlüsselerlebnissen installiert: Der Wunsch zu glauben, die Hoffnung, der (gute) Zweifel, das Loslassen (persönliches Museum) und das Vertrauen.
Beim 2. Durchgang probieren wir dann den Wunsch-Glaubenssatz auf allen Stationen, auch auf der sechsten, die das momentane Zögern darstellt. Dieses wird durch den „guten“ Zweifel verändert und ins persönliche Museum verbracht. Geankert wird der neue Glaubenssatz auf der Station des Vertrauens. Dies bildet den dritten wichtigen Anker im Coaching-Prozess.

Danach folgt die kognitive Überprüfung des neuen Wunsch-Glaubenssatzes.
Durch Fragetechnik werden Kausalzusammenhänge klar gemacht:
Was sind dessen Auswirkungen, Konkurrenzen, Schlüsselbedingungen, Alternativen oder Zwänge ?

Abschließend vor der umfassenden Schlussevaluation des Gesamtprozesses erfolgt als vierter wichtiger Anker noch eine Rollenstärkung.
Die erwünschte Rolle (Traumberuf) machen wir konkret erfahrbar:
beginnend mit dem sachlichen Umfeld des Tuns und der Fähigkeiten über die Werte, die Identität, bis hin zur Spiritualität. Diese tragen wir dann bis zurück ins sachliche Umfeld. Die Rolle (Berufung) wird dadurch viel griffiger, klarer, realistischer, tatsächlich erlebbar. Das Kopfkino wird zum konkreten Zukunftsszenario.

Es werden im Durchschnitt 8-12* Stunden Coaching innerhalb von bis zu sechs Sitzungen benötigt, um das Programm zu durchlaufen.
3-5* Anker lebenslang nutzbar sind an dessen Ende das greifbare Ergebnis. (*Diese Zahlen können bei Bedarf abweichend sein.)

Jeder Coachee schöpft aus seiner eigenen Kraft. Diese wird durch sanfte Hilfestellung meinerseits ins Rollen gebracht.