Der kleine feine Unterschied, ob dein Publikum dir folgt

Der kleine feine Unterschied, ob dein Publikum dir folgt…

7. April 2019

Der Unterschied zwischen „for an audience“ (für das Publikum) und „in front of an audience“ (vor dem Publikum) tritt zwar in der englischen Sprache klarer hervor, funktioniert aber ähnlich stark im Deutschen:

Stelle es dir zunächst bildlich vor: Du redest, musizierst oder tanzt vor einem Publikum, statt für ein Publikum.

Spüre dann den Unterschied, ob du für oder vor den Menschen auftrittst.

Und wann glaubst, du, dass dir das Auditorium aufmerksamer lauscht?
Wenn deine Message für sie (an sie gerichtet) ist oder vor ihnen stattfindet?

Vor (mit dem Dativ verwendet) bezeichnet ausschließlich und absolut wertfrei die räumliche Position des / der Vortragenden. Ganz anders die Präposition für: mit dem Akkusativ gebildet bezeichnet sie die Widmung und Richtung deiner zu transportierenden Message.

Gib daher alles was du da vorne machst denen, die gekommen sind, um dich zu erleben.
Da vorne kann die große Bühne eines großen Theaters sein. Da vorne kann am PC neben der Leinwand sein, und ebenso kann da vorne deine von allen Gästen mit Spannung erwartete Tischrede sein.

Die gekommen sind, um dich zu erleben können jene Gäste sein, die vielleicht selbst aufgeregt sind, weil ihre Tischrede der deinen folgt.
Es kann auch das Premierenpublikum sein, das viel Geld bezahlt hat, um dich zu erleben.
Ebenso gut kann es dein Prüfer sein, der im Rahmen seines Jobs dir zuzuhören hat, oder deine zukünftige Chefin in deinem Bewerbungsverfahren.
Vielleicht aber auch die Workshopteilnehmerinnen und Teilnehmer, die dich erleben, weil du sie fortbilden sollst.
In dem Moment, wo du alles für deine Zuschauer*innen gibst, statt es vor ihnen abzuspulen, werden deine Zuhörer*innen ungefiltert deine Begeisterung, deine Kenntnis und deine Emotion spüren, hören und sehen, wodurch du viel mitreißender sein wirst.

Und genau das ist deine Legitimation, dass du jetzt da vorne bist, egal ob als Referent*in, Ehrengast, Prüfling oder Bühnenkünstler*in.

Lampenfieber

Lampenfieber

11. März 2019

In den letzten 10 Jahren sprach ich überwiegend Musiker, Künstler und Kreative an, da davon auszugehen ist, dass ich als konzertierende Pianistin sehr genau weiß, welche Schwierigkeiten und welche Schönheiten dieser Job mit sich bringt. Meine Erfahrungen zum Thema „Lampenfieber“ konnte ich daher naturgemäß hauptsächlich als Coach mit Musiker*innen sammeln.

Sie stehen exemplarisch für meine Coachingerfolge, denn meine Coachingtätigkeit eignet sich für alle. Sie ist ebenso wenig Musiker-spezifisch, wie mein Wissen um Psychologie, Psychiatrie und Psychotherapie, das vom Gesundheitsamt Hamburg 2016 geprüft wurde, als ich die Prüfung zum „Heilpraktiker begrenzt auf das Gebiet der Psychotherapie“ ablegte.

Redeangst und Flatterbogen

Es ist tatsächlich hundertprozentig vergleichbar, was abgeht, wenn ein Mensch einen Auftritt hat, und wenn dieser Mensch vor seinem Auftritt Angst hat.

Es ist egal, ob das Instrument die Violine oder eine Präsentation ist.

Und ob das Publikum im großen Saal der Elbphilharmonie sitzt oder im Konferenzraum der Chefetage:

Selbstbewusstsein, Spaß an Vermittlung und die richtige Dosis Adrenalin um gut zu sein, das brauchen wir dann alle!

Märchen werden wahr

Die Professor*innen bundesdeutscher Hochschulen schicken Ihre Studierenden zu mir nach Hamburg, wenn „Störungen“ auftreten, die gar nichts mit der Beherrschung des Instruments zu tun haben. Meist handelt es sich dabei um Formen des Lampenfiebers. Was dem Streicher sein Flatterbogen ist, ist dem Bläser seine Kurzatmigkeit und dem Sänger seine Versagensangst vor hohen Tönen, während der Pianist schon vorher weiß, dass ihm bei der virtuosen Passage gleich die Finger versagen könnten…

…und der / die Redner*in hat schon jetzt Angst vor der Angst und davor, dass die Stimme im Halse stecken bleibt.
Fehlende Konzentration? Erlernen und Abrufen von Spiel- und damit Körpergefühl? Nicht nur!
Der ganz individuelle Auslöser der /des Betroffenen muss gefunden werden.

Langfristig helfen da keine allgemeingültigen Erfahrungen und Übungen zum entspannen oder atmen aus dem physiotherapeutischen Bereich.

Einer meiner jungen Klienten hatte massive Flatterbogen-Attacken. Wann? Bei Prüfungen und Auftritten. Die Ursache? Ein Unfall als zweijähriger mit allen Folgen aus Schmerzen und nicht altersgerechten Klinikaufenthalten. Sehr behutsam durchlebte ich gemeinsam mit ihm diese Lebenssituationen noch einmal, um sie aus der Perspektive der heutigen Erwachsenen mit kraftvoll wirkenden Ressourcen zu versorgen.

Der Effekt ist enorm! Der Flatterbogen war gestern! Nicht immer ist die Ursache so dramatisch, denn das individuelle Erleben ist subjektiv. Auch eine ungünstig verlaufene Einschulung oder eine sehr strenge Großmutter, die es nur gut gemeint hat, kann ein solcher Auslöser sein.

Ich weiß, das klingt nach Märchenstunde, aber Märchen können wahr werden! Und dann begeistern und verzaubern sie! Und sie lassen dich deine Zukunft frei gestalten, denn wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute…

Was bedeutet Artist Coaching?

Was bedeutet Artist Coaching?

10. Februar 2019

„Coach“ bedeutet „Kutsche“.

Was hat die Kutsche mit Coaching zu tun? In einer Kutsche macht man sich geschützt und begleitet (vom „coach“, Abkürzung für „coachman – Kutscher“) auf den Weg, um ein Ziel zu erreichen. Im umgangssprachlichen Englisch wurden Ende des 19. Jahrhunderts private Tutoren von Universitätsstudenten so genannt, später dann die Trainer im Sport.
Seit den 70er Jahren gibt es die Berufsbezeichnung „Coach“ in den USA als Begriff für den Berater, Anweiser, Unterweiser, zunächst speziell für Führungskräfte zur Optimierung wirtschaftlicher und systemischer Bereiche. Erst in den 80er Jahren wurde das englische Wort in dieser Bedeutung in die deutsche Sprache übernommen.

Das deutsche Wort „Artist“ (Betonung auf der zweiten Silbe)
steht  für den darstellenden Künstler, der seit Ende des 18.Jahrhunderts eine hoch spezialisierte Kunstfertigkeit von körperlicher Geschicklichkeit, die sogenannte „Artistik“ ausübt. Und zwar vorwiegend in Theatern, Varietés, Zirkussen oder als Straßenkünstler.

Das englische Wort „artist“ bedeutet jedoch ins Deutsche übersetzt schlicht und allgemein Künstler, Künstlerin.

Wofür steht Artist Coaching?

  • Ich als Künstlerin coache.
  • Auch Künstler*innen und Kreative.
  • Lebenskunst wird erlernt.
  • Coaching ist ein kreativer Prozess.
  • Coaching ist eine Kunst.

    Zum Lebenskünstler werden:

Jemand, der die Kunst beherrscht, das Leben zu meistern und stets das Beste aus jeder Situation macht.

Zeit für eine Zwischenbilanz: Erfolg als Folge?

Zeit für eine Zwischenbilanz: Erfolg als Folge?

31. Januar 2019

Eigentlich sollte ich in meinem ersten Blog eine Erfolgsstatistik aus den letzten zehn Jahren präsentieren. Vielleicht in Form eines Diagramms?

Aber ich lasse euch konkreter, direkter und emotionaler teilhaben:

ich habe kürzlich als Antwort auf meine Weihnachtspost die freudige Nachricht einer ehemaligen Klientin erhalten, die mir von ihrem spannenden Probejahr in einem renommierten Orchester auf einer Solostelle berichtet!

Und von einer Sängerin, die sich nie getraut hatte, sich selber so zu benennen, die mir jetzt schrieb:

„Insgesamt habe ich seit meinem Coaching bei dir an mir beobachtet, dass ich selbstbewusster geworden bin und auf Leute zugehe, um ihnen von meinen künstlerischen Tätigkeiten und Talenten zu erzählen. Die bei dir erarbeiteten Ziele und Glaubenssätze arbeiten immer noch gut in mir, und das zeigt mir, dass du mit mir gute Arbeit geleistet hast, und dass mein Coaching bei dir erfolgreich verlaufen ist! Nochmal meinen herzlichen Dank dafür!“

Und jetzt noch nackte Fakten aus der Halbzeit des Bestehens von Artist Coaching:

2015 wurde ich von insgesamt fünf jugendliche*n Anwärter*innen auf einen Studienplatz zur individuellen Unterstützung konsultiert. Davon haben vier die Aufnahmeprüfung an einer deutschen Musikhochschule bestanden und erhielten sofort einen Studienplatz.

Jubiläumsmeldungen

Jubiläumsmeldungen

1. Januar 2019

Es gibt Gründe zum Feiern:

Vor 10 Jahren wurde Artist Coaching in Hamburg gegründet.

UND: die neue Website ist online…
…die hat jetzt sogar einen Blog!